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added on : 2026年8月24日
Ueno-Zoo
Ihr derzeitiger Aufenthaltsort
東京北部
上野
Der Ueno-Zoo, in dem Japans größte Population von Schuhschnäbeln lebt, ist einer der besten Orte, um diese gefährdeten Vögel aus Ost- und Zentralafrika aus nächster Nähe zu beobachten. Ihr markantes Aussehen, ihre regungslose Haltung und ihre prähistorisch anmutende Ausstrahlung lassen Besucher schon mal im Schritt erstarren, und ein Besuch ihres Geheges gehört zu den Höhepunkten eines jeden Zoobesuchs. Hinter den Kulissen tragen die Forschungs- und Artenschutzbemühungen des Ueno-Zoos auch dazu bei, gefährdete Arten wie den Schuhschnabel zu schützen.
Seit diesem Jahr gibt es einen weiteren Grund, bei ihnen vorbeizuschauen: eine neue, familienfreundliche Fahrattraktion zum Thema Schuhschnabel. Dieses kurzweilige und unkomplizierte Erlebnis sorgt für etwas Abwechslung beim Besuch des Ueno-Zoos und bietet Ihnen eine weitere Möglichkeit, einen der auffälligsten Bewohner des Zoos besser kennenzulernen.
Die regungslosen, doch majestätischen Schuhschnäbel mit ihrem berühmten, ausdruckslosen Blick werden etwa 100 bis 140 cm groß und wiegen zwischen 5 und 6 kg. Diese bemerkenswerten Vögel, die für ihre großen, unverwechselbaren Schnäbel bekannt sind, die traditionellen holländischen Holzschuhen ähneln, können stundenlang völlig bewegungslos verharren, während sie darauf warten, ihre Beute zu fangen.
Der Schuhschnabel, der in Ost- und Zentralafrika beheimatet ist, wird auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) als „gefährdet“ geführt. Schätzungen zufolge leben noch zwischen 3.300 und 5.300 erwachsene Schuhschnäbel in freier Wildbahn, doch ihre Population nimmt aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung, Bebauung, Wasserverschmutzung und Wilderei stetig ab.
Während man sie auf einer Safari in Afrika eventuell nicht zu Gesicht bekommt, bietet der Ueno-Zoo – der über den Zoo-Ausgang direkt mit dem Bahnhof Ueno verbunden ist – die seltene Gelegenheit, diese Vogelart aus nächster Nähe zu beobachten. Dabei werden Sie die hier lebenden Schuhschnäbel kennenlernen: die Weibchen Asante, Sana und Milie sowie das Männchen Hatxuwe. Obwohl Schuhschnäbel dafür bekannt sind, stundenlang regungslos zu verharren, können Sie ihnen möglicherweise dabei zusehen, wie sie in ihrem Gehege umherlaufen oder ihre Flügel ausbreiten – insbesondere morgens kurz nach der Fütterung.
Das Schuhschnabel-Gehege liegt zudem in der Nähe mehrerer Einrichtungen, in denen Sie eine Pause einlegen können. Direkt hinter dem Gehege serviert das Rasthaus im Westgarten in einem geräumigen, klimatisierten Ambiente einfache Gerichte wie Curry, Nudeln und Udon. An kühleren Tagen ist das Café Chameleon eine angenehme Alternative, denn es verfügt über eine Außenterrasse mit Blick auf den Shinobazu-Teich und hat unter anderem Burger, frittiertes Hähnchen und Yakisoba im Angebot.
Der charakteristische Schnabel des Vogels erinnert an einen traditionellen holländischen Holzschuh
Ein Schuhschnabel läuft in seinem Gehege umher
Der Schuhschnabel hat Flügel mit beeindruckender Spannweite
Die Außenterrasse des Café Chameleon
Das Café verfügt zudem über einen klimatisierten Speisebereich
Ein Selfie mit einem Schuhschnabel ist sicherlich eine reizvolle Erinnerung an den Besuch hier, gleichzeitig bietet diese gefährdete Tierart jedoch auch einen Einblick in eine weitere Facette des Ueno-Zoos, nämlich sein Engagement im Rahmen von Artenschutzprogrammen für seltene Tiere. Die Zoos in Tokyo bieten Ihnen nicht nur die Möglichkeit, Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, sondern sind auch an langfristigen Initiativen zur Erforschung und zum Schutz seltener Arten beteiligt.
Ein Beispiel hierfür ist der „Zoostock Plan“, der 1989 von der Tokioter Stadtverwaltung ins Leben gerufen wurde, um den Schutz und die Aufzucht seltener Tiere in den Zoos und Aquarien der Stadt zu unterstützen. Mittlerweile setzt die Stadt den 2018 ausgearbeiteten zweiten „Zoostock Plan“ um, der die planmäßige Zucht, ein angemessenes Populationsmanagement, Umwelterziehung und die Zusammenarbeit mit anderen Partnern im Artenschutz voranbringen soll. Auch der Schuhschnabel gehört zu den Arten, die in dieses umfassendere Artenschutzkonzept einbezogen sind.
Der Ueno-Zoo ist zudem Teil des japanischen Systems zertifizierter Zoos und Aquarien für den Artenschutz, das 2018 vom Umweltministerium ins Leben gerufen wurde. Um im Rahmen dieses Systems zertifiziert zu werden, müssen Zoos, Aquarien und ähnliche Einrichtungen nachweisen, dass ihr Umgang mit seltenen Arten zum Artenschutz beiträgt. Das System soll die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen fördern, unter anderem durch reibungslosere Überführungen von Tieren für Artenschutz- und Zuchtprogramme.
Die Artenschutzarbeit des Ueno-Zoos ist zudem mit den SDGs (Sustainable Development Goals) verbunden, einer Reihe globaler Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, um Probleme wie Armut, Ungleichheit, Klimawandel und Umweltschutz zu bewältigen. Insbesondere beziehen sich die Bemühungen des Zoos auf Nachhaltigkeitsziel 15: „Leben an Land“, dessen Schwerpunkt auf dem Schutz von Landökosystemen und der biologischen Vielfalt liegt. Als ältester Zoo Japans ist der Ueno-Zoo seit mehr als 140 Jahren Teil des Tokioter Stadtbildes, und heutzutage geht seine Rolle durch die Beteiligung an offiziellen Artenschutzinitiativen weit über den Tourismus hinaus.
Bestaunen Sie einen Schuhschnabel aus nächster Nähe
Im Rahmen einer Initiative, die darauf abzielt, die Einrichtungen des Zoos attraktiver zu gestalten, wurde im April 2026 der Schuhschnabel-Wagen (Englisch: Shoebill Cart, Japanisch: Hashibiro Cart) vorgestellt. Dieser selbstfahrende Viersitzer, der an ein Golfmobil erinnert und mit dem stoischen Gesicht des Schuhschnabels dekoriert ist, nimmt Sie mit auf eine gemütliche Tour, auf der er den „Panda-Wald“ umrundet, ein Areal, in dem früher einmal die Riesenpandas Xiao Xiao und Lei Lei wohnten.
Auch wenn sich in diesem Gehege derzeit keine Pandas aufhalten, können Sie auf der Fahrt einen kurzen Überblick über die Geschichte des Ueno-Zoos gewinnen, die anhand chronologischer Tafeln mit Datumsangaben und Fotos der Tiere veranschaulicht wird, die im Laufe der Jahre im Ueno-Zoo ein Zuhause gefunden haben.
Die Fahrt mit dem Schuhschnabel-Wagen ist kostenlos, muss jedoch im Voraus gebucht werden. Reservierungen können mithilfe eines Codes am Eingang der Attraktion oder online über die Buchungsseite Asoview! vorgenommen werden, die über die offizielle Website verlinkt ist. Reservierungen für den „Schuhschnabel-Wagen für Kinder“, den Besucher in Begleitung von Kindern bis zum Mittelschulalter nutzen können, beginnen um 11:30 Uhr und werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben (allgemeine Reservierungen beginnen um 12:30 Uhr). Der Einstiegsbereich befindet sich am Schuhschnabel-Foto-Spot im Westgarten.
Bevor Sie den Zoo verlassen, sollten Sie unbedingt bei dem Souvenirladen zwischen dem Schuhschnabel-Gehege und dem Café Chameleon vorbeischauen. Hier finden Sie eine beeindruckende Auswahl an Artikeln zum Thema Schuhschnabel, darunter Fächer, Handtücher, T-Shirts und Plüschtiere. Ganz gleich, ob Sie sich für etwas Praktisches oder eher für etwas Verspieltes entscheiden, dieser Laden bietet Ihnen eine nette Möglichkeit, Ihre Begegnung mit dem mächtigen Schuhschnabel, einem der beliebtesten Bewohner des Ueno-Zoos, in Erinnerung zu behalten.
Der Schuhschnabel-Wagen mit naturgetreuem Schuhschnabel-Gesicht
Fahrt rund um den Panda-Wald
Schautafeln zur Geschichte des Zoos
Niedlicher Foto-Spot mit Schuhschnabel-Motiv
Der Souvenirladen führt eine breite Auswahl an Artikeln
| Adresse | 9-83 Ueno Park, Taito-ku, Tokyo |
|---|---|
| URL | https://www.tokyo-zoo.net/ueno/index.html |
Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Schließzeiten, Preisen und mehr finden Sie auf der offiziellen Website oder direkt bei der Einrichtung.