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Updated: April 2, 2018

Weniger Tempo, mehr Nostalgie – ein Stadtteil Tokyos aus einer anderen Epoche

Yanaka und Nezu, zwei der Viertel, aus denen sich die Shitamachi, die Altstadt Tokyos, zusammensetzt, haben sich ihren Charme des letzten Jahrhunderts bewahrt, nachdem sie auf wundersame Weise von einem Großteil der verheerenden Zerstörungen während der Weltkriege und durch Naturkatastrophen verschont geblieben sind. Historische Stätten wie der Yanaka-Friedhof und der Nezu-Schrein liegen versteckt in den engen Gassen der Shitamachi, dazu gibt es traditionelle Holzhäuser, Izakaya-Gaststätten, stimmungsvolle Cafés und Retro-Läden, die altmodische Süßigkeiten und Snacks verkaufen. Hier können Sie sich in die Zeit eines gemächlichen, freundlicheren Tokyos zurückversetzen.

Tipps

  • Ein Ausflug zur Yanaka Ginza, einer Retro-Einkaufsstraße voller Shitamachi-Nostalgie
  • Kunstspots mit traditionellen bis hin zu avantgardistischen Werken
  • Die historischen Höhepunkte der Gegend – Yanaka-Friedhof, Nezu-Schrein und Ueno-Sakuragi

Anfahrt

Der Bahnhof Nippori ist mit der JR Yamanote-, Keihin-Tohoku- und Joban-Linie sowie der privaten Keisei Dentetsu-Linie erreichbar. Außerdem hält die Tokyo Metro Chiyoda-Linie an den Bahnhöfen Nezu und Sendagi.

Vom Flughafen Haneda: 55 Minuten mit dem Zug.
Vom Flughafen Narita: Eine Stunde 20 Minuten mit dem Zug.
Vom Bahnhof Shinjuku: 20 Minuten mit der JR Yamanote-Linie bis zum Bahnhof Nippori.
Vom Bahnhof Tokyo: 12 Minuten mit der JR Yamanote-Linie bis zum Bahnhof Nippori.

Yanaka Ginza – eine Kostprobe der Innenstadt von Tokyo

In der Retro-Einkaufsstraße der Yanaka Ginza gibt es rund 70 Geschäfte auf einer 170 Meter langen, von Laternen gesäumten Strecke. Dieses Gebiet hat den Krieg und Erdbeben weitgehend überlebt, so dass ein Spaziergang durch die Gegend einer Reise zurück in die Showa-Zeit (1926-89) gleichkommt.
Treten Sie ein in die kleinen Läden, die traditionelle japanische Snacks, Süßigkeiten und Kunsthandwerksstücke verkaufen, und besorgen Sie sich an Straßenständen etwas zu essen, während Sie durch die Straßen schlendern – heiße Süßkartoffeln, saftige Schweineschnitzel, Esskastanien und gegrillte Tintenfische sind nur einige der traditionellen Leckereien, die hier angeboten werden. Wenn Sie die Gegend bei Sonnenuntergang besuchen, gehen Sie zur Treppe, die als Yuyake dandan oder Stufen des Sonnenuntergangs bekannt ist, um die Umgebung in warmen Schein getaucht zu sehen.

Ein Zentrum künstlerischer Kreativität

In den Straßen von Yanaka und Nezu gibt es mehr als nur kleine Läden, die traditionelle Lebensmittel und Kunsthandwerk verkaufen – die lebendige Kunstszene der Gegend schafft Werke quer durch das gesamte Kunstspektrum. HAGISO ist eine renovierte Holzwohnung, die in ein florierendes Café und eine Galerie verwandelt wurde, während das Badehaus SCAI, das einst öffentliche Bäder beherbergte, heute eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit Werken japanischer Avantgarde-Künstler und internationaler Künstler ist. Das Asakura-Skulpturenmuseum, einst Atelier und Wohnhaus des führenden japanischen Bildhauers Fumio Asakura (1883-1964), ist heute ein Museum. Das Takehisa-Yumeji-Museum stellt Werke des gleichnamigen Malers aus, die die Romantik von Japans Taisho-Zeit (1912-26) zum Ausdruck bringen. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie im Daimyo-Uhrenmuseum einen Blick auf das beeindruckende Sortiment an vormodernen Uhren werfen.

Reise in eine fernere Vergangenheit

Während die Straßen von Nezu und Yanaka Sie vielleicht ein Jahrhundert oder so zurückversetzen, gibt es hier auch andere Sehenswürdigkeiten, die schon viel länger existieren. Während der weitläufige Friedhof von Yanaka letztlich ein Ort ist, der dazu dient, die Toten zur Ruhe zu betten, ist das Gebiet zugleich auch ein Spazierpark voller Grün und Grabstätten. Schauen Sie im Frühjahr vorbei, wenn die Kirschblüten in voller Blüte stehen, und sehen Sie sich die letzten Ruhestätten der Kriegsherren und Künstler an, die durch das zarte Rosa aufgehellt werden. Ein weiteres historisches Highlight ist der Nezu-Schrein mit seinem Gelände voller leuchtend roter Torbogentunnel, Teichen mit bunten Karpfen und den Schreingebäuden an sich. Hier versammeln sich im April Menschenmassen zum Azaleenfest. Die drei alten Häuser von Ueno Sakuragi Atari, die ins frühen 20. Jahrhundert zurückreichen, sind zu einem örtlichen Gemeindekomplex geworden, der diesen ehrwürdigen Holzbauten mit Geschäften, regelmäßigen Workshops und Veranstaltungsräumen, in denen man Zusammenkünfte organisieren kann, neues Leben und einen neuen Zweck verleiht.

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