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Mein Tokyo-Reiseführer

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Updated: April 2, 2018

Traditionelles Handwerk trifft auf brachiale Kraft in einem traditionellen Stadtteil am Fluss

In Ryogoku, einem Viertel am Ufer des Sumida-Flusses, findet man kleine Werkstätten, in denen traditionelles Kunsthandwerk hergestellt wird, sowie sogenannte „Sumo-Ställe“ – die Trainingsstätten der riesigen Ringkämpfer. Die Heimat des japanischen Nationalsports – die Kampfarena Ryogoku Kokugikan – liegt in der Nähe des Bahnhofs. Wenn Ihre Reise mit einem der hier drei Mal im Jahr abgehaltenen Turniere zusammenfällt, können Sie die enorme Kraft der gewaltigen Rikishi hautnah spüren, begleitet von flatternden Fahnen und Trommelschlägen. Ryogoku ist vom Geist der Edo-Zeit (1603-1867) erfüllt und Sie können diese Ära dramatischen kulturellen Wandels in einem der vielen Museen Ryogokus erleben und erkunden.

Tipps

  • Begegnen Sie einem riesigen Ringer, der seinem täglichen Leben nachgeht
  • Versenken Sie sich in einem der örtlichen Museen in Japans Edo-Zeit
  • Betreten Sie die Werkstätten junger Künstler, die traditionelles Kunsthandwerk herstellen

Anfahrt

Der Bahnhof Ryogoku liegt an der JR Sobu- und Toei Oedo-Linie.

Vom Flughafen Haneda: 55 Minuten mit dem Zug.
Vom Flughafen Narita: 90 Minuten mit dem Zug.
Vom Bahnhof Shinjuku: 22 Minuten mit der JR Sobu-Linie bis zum Bahnhof Ryogoku.
Vom Bahnhof Tokyo: Mit der JR Yamanote-Linie zum Bahnhof Akihabara, dort umsteigen und mit der JR Sobu-Linie bis zum Bahnhof Ryogoku. Fahrtzeit: ca. 16 Minuten.

Sumo-Ringer in ihrem natürlichen Lebensraum

Sumo ist der Nationalsport Japans. Sumo reicht über 1500 Jahre zurück und hat im Gebiet von Ryogoku feste Wurzeln geschlagen. Jedes Jahr finden mehrere Turniere in ganz Japan statt, drei davon in der Kampfarena des Ryogoku Kokugikan. Egal, ob gerade ein Turnier abgehalten wird oder nicht, der Geist des Sumos lebt und atmet hier das ganze Jahr über. Angesichts der vielen Trainingsstätten in der Umgebung werden Sie auf dem Weg durch das Stadtviertel mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen der Ringer treffen. Einige Sumo-Ställe ermöglichen es Ihnen, beim morgendlichen Training zuzuschauen, es gelten jedoch strenge Bedingungen und Sie müssen ihre eigenen Nachforschungen dazu anstellen. Wenn Sie wissen möchten, wie authentische Sumo-Gerichte schmecken, besuchen Sie am besten eines der örtlichen Restaurants und bestellen Sie Chanko-nabe, ein herzhafter, dampfender Eintopf mit Fleisch und Gemüse, für den die Ringer eine Vorliebe hegen.

Erleben Sie Edo

Die Edo-Zeit war eine Zeit großer wirtschaftlicher und kultureller Entwicklungen in Japan. Verschaffen Sie sich einen Eindruck vom damaligen Leben, indem Sie einige der Museen von Ryogoku besuchen, die dieser Zeit gewidmet sind. Das Edo-Tokyo-Museum ist ein Modell eines Stadtteils von Edo, durch das man wandern und die Sehenswürdigkeiten und Geräusche der damaligen Zeit kennenlernen kann. Aufgeteilt in zwei Zonen – die Edo-Zone und die Tokyo-Zone – bietet Ihnen das Museum die Möglichkeit, die Entwicklung von Tokyo hautnah zu erleben. Wenn Sie sich eingehender mit dem Kunstschaffen der damaligen Zeit beschäftigen möchten, besuchen Sie das Sumida Hokusai-Museum mit seiner Sammlung von Werken von Hokusai, dem Meister des Ukiyo-e und Popkünstler der Edo-Zeit. Um einen schärferen Einblick in die Kultur zu erhalten, besuchen Sie das Japanische Schwertmuseum mit seiner Sammlung von Nationalschätzen oder Sie versenken sich in ein typisch japanisches Kunsthandwerk mit einem Besuch des Tokyo Origami-Museum.

Überqueren Sie den Fluss zu einer Brutstätte traditionellen Kunsthandwerks

Auf der Ryogoku gegenüberliegenden Seite des Sumida-Flusses liegt Asakusabashi, ein Stadtviertel der Künstler und Handwerker mit kleinen Werkstätten, die eine große Auswahl an originalen Produkten aus Holz, Glas, Leder und anderen Materialien herstellen. In letzter Zeit hat es in diesem Gebiet einen Boom junger Künstler gegeben, die den alten Techniken neues Leben einhauchen. Sie können die Straßen auf der Suche nach Werkstätten durchstreifen oder auch die Geschichte des japanischen Handwerks kennenlernen, indem Sie dem Paulownia-Museum, ein Fabrikladen für antike Möbel aus Paulownia-Holz, dem Ryogoku-Feuerwerksmuseum mit einer großen Auswahl an traditionellen Feuerwerkskörpern und klassischen Veranstaltungsplakaten oder dem Sumida Edo Kirikokan, wo Sie eine Führung durch die Glasfabrik mitmachen und sogar Ihr eigenes unverwechselbares Stück geschliffenes Edo-Kiriko-Glas herstellen können, einen Besuch abstatten. Die Führungen finden jedoch nur auf Japanisch statt, so dass Sie sich selbst um einen Dolmetscher kümmern müssen.

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