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added on : August 10, 2026
Kitaro Chaya, Showa Retro Goods Museum, Tetsugakudo-Park
Ihr derzeitiger Aufenthaltsort
東京西部|東京郊外
奥多摩とその周辺|調布&府中周辺エリア|中野
Yokai sind übernatürliche Wesen, die dem japanischen Volkstum entspringen. Dazu gehören Gestaltwandler wie Füchse, die schelmischen Kappa sowie geisterhafte Wesen, die an Flussufern, in Wäldern und in Altstadtgassen ihr Unwesen treiben sollen. Traditionell wurden Yokai-Geschichten im Sommer erzählt, wenn die schwülen Nächte zu „Hyakumonogatari Kaidankai“ einladen, „Erzählrunden mit hundert Geistergeschichten“.
Diese Geschichten, die das Blut in den Adern gefrieren lassen, lenken, wenn auch nur flüchtig, von der Hitze ab – eine Tradition, die für viele Japaner auch heutzutage noch zum Sommer dazugehört. Tokyo ist für seine von Neonlichtern erhellten Straßen und seine avantgardistische Kultur bekannt, doch unter der Oberfläche birgt die Stadt noch immer Winkel, in denen Legenden vergangener Zeiten fortleben.
Dieser Führer nimmt Sie zu diesen Orten mit, von Cafés mit Yokai-Thematik bis hin zu den historischen Schauplätzen, an denen die Geschichten entstanden, und lädt Sie ein, eine eigentümliche Seite dieser geschichtsträchtigen Stadt kennenzulernen, die vom japanischen Volksglauben geprägt ist.
Das Kitaro Chaya liegt an der Tenjin-dori, direkt vor dem Jindaiji-Tempel, nicht weit vom Bahnhof Chofu entfernt, und lädt Besucher in die wundersame Welt von „GeGeGe no Kitaro“ ein. Dieser beliebte japanische Yokai-Manga wurde von Shigeru Mizuki geschaffen, der über 50 Jahre lang in Chofu lebte und wirkte.
Im Souvenirladen finden Sie T-Shirts, Tassen und weitere Artikel für Liebhaber des Mangas und Yokai-Fans im Allgemeinen. Zudem gibt es eine Auswahl an Leckereien zum Mitnehmen, darunter Softeis und Floats, die sich auf Figuren aus dem Manga beziehen und auf der Erkundungstour durch die Gegend für willkommene Erfrischung sorgen.
Gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite können Besucher eine fantasievolle Speisekarte studieren, die von den Geisterfiguren des Mangas inspiriert ist und ein breites Angebot von Eisbechern und frittierten Donuts bis hin zu Desserts mit süßer Bohnenpaste und Kastanien bereithält. Eine der Spezialitäten des Cafés, den „GeGeGe Latte“, können Sie sich mit Latte-Art verzieren lassen, wobei Sie die Wahl zwischen sieben verschiedenen Motiven haben. Die Bestellungen werden dabei digital über eine mehrsprachige QR-Code-Speisekarte aufgegeben.
Mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten in der Nähe wie dem „Kitaro Hiroba“, einem skurrilen Kinderpark, bei dem sich alles um GeGeGe no Kitaro dreht, und den in der Umgebung verstreuten Yokai-Bronzestatuen ist das „Kitaro Chaya“ nicht nur einer der schönsten Fotospots der Stadt für Manga-Begeisterte, sondern auch die ideale Anlaufstelle für gestresste Reisende, die eine Kaffeepause einlegen möchten.
Von GeGeGe no Kitaro inspirierter Souvenirladen
Die im Retro-Stil gehaltene Inneneinrichtung des Cafés
Der „Hitodama“-Donut (ein Motiv aus dem Manga, das „Geisterflamme“ bedeutet) und der „GeGeGe Latte“
Der Souvenirladen ist vollgepackt mit GeGeGe no Kitaro-Fanartikeln
Kitaros legendäre „Chanchanko“-Weste
Die Yuki-onna, zu Deutsch „Schneefrau“, ist eins der faszinierendsten Yokai-Ungeheuer Japans. Geisterhaft, wunderschön und blass erscheint die Yuki-onna mitten in Schneestürmen, eingehüllt in einen wallenden weißen Kimono, um Reisende mit ihrem eiskalten Atem vor Kälte erstarren zu lassen.
Eingebettet in die bergige Tama-Region, die zu Tokyo gehört, liegt die Stadt Ome, die einen überraschenden Bezug zu dieser Legende hat. Es wird angenommen, dass sie der Schauplatz für die berühmte englische Nacherzählung der Geschichte von Lafcadio Hearn (Koizumi Yakumo) aus dem Jahr 1904 ist, die auf einer von einem Dorfbewohner überlieferten Erzählung basiert.
Über dem Showa Retro Goods Museum – einer wahren Fundgrube für Vintage-Verpackungen, Stadtdioramen, alte Kameras, Zigaretten und vieles mehr – befindet sich ein ganzes Zimmer, das dem Mythos der Yuki-onna gewidmet ist. Neben Zeitungsausschnitten, Stapeln von Büchern, Fotografien und Kunstwerken finden sich hier auch englischsprachige Bilderbücher sowie jede Menge weiteres Material, das auch für Besucher ohne Japanischkenntnisse interessant ist.
Das Museum bietet Ihnen so die Gelegenheit, in einer ruhigen, mit Tatami-Matten ausgelegten Umgebung in diese einzigartige Legende einzutauchen und dabei den Alltag sowie die nostalgischen Aspekte des Japans der Showa-Zeit (1926–1989) näher kennenzulernen.
Porträt der „Yuki-Onna“ von Lafcadio Hearn (Yakumo Koizumi), gemalt von Bankan Kubo, einem Filmplakat-Künstler aus der Stadt Ome
Das Tatami-Zimmer, in dem Sie die japanische Volkskultur entdecken können
Englische Bilderbuchausgabe von „Yuki-onna“
Ausstellungsstücke zur Showa-Zeit in Japan
Außenansicht des Showa Retro Goods Museums
Dieser Park im Tokioter Stadtteil Nakano ist einer der interessantesten Geheimtipps der Metropole. Der Name des Parks bedeutet so viel wie „Park zum Erleben der Philosophie“. Er wurde 1904 von Enryo Inoue gegründet, einem Philosophen der Meiji-Zeit (1868–1912), der auch Gründer der Toyo-Universität und Begründer der Yokaigaku (Yokai-Forschung) war. Inoue wollte einen Ort schaffen, an dem sich gewöhnliche Menschen mit Philosophie auseinandersetzen können, weshalb er überall im Park Bezüge zur Yokai-Kultur einfließen ließ.
Am Eingang steht das Tetsuri-mon, das „Yokai-Tor“. Auf der einen Seite wird es von einem Tengu bewacht, einem rotgesichtigen, langnasigen, koboldartigen Wesen aus der japanischen Folklore, während auf der anderen Seite ein Geist zu sehen ist. Halten Sie in der Nähe Ausschau nach dem verwunschenen „Geisterpflaumenbaum“ Yūrei-ume sowie nach der Stelle, an der einst die inzwischen abgestorbene Tengu-matsu („Tengu-Kiefer“) stand, die der Legende nach von einem Tengu vor dem Abholzen bewahrt wurde. Auf dem Parkgelände befinden sich 77 benannte Orte, von denen einige unheimliche Namen wie „Schädel-Einsiedelei“ und „Dämonengeist-Höhle“ tragen.
Passend dazu organisiert der Park im Sommer Veranstaltungen, die sich mit Geistergeschichten befassen. Zwar gibt es auf dem gesamten Gelände bereits englische Beschilderungen, doch bald sollen zusätzliche QR-Codes folgen, mit denen Interessierte Informationen in mehreren Sprachen abrufen können.
Einmal im Monat bietet der Park Sonderführungen an (nur auf Japanisch), bei denen Besucher die Möglichkeit haben, historische Gebäude zu erkunden, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind, darunter die als „Zettai-jō“ („Zitadelle des Absoluten“) bekannte Bibliothek. Friedlich und abseits der ausgetretenen Touristenpfade erweist sich der Tetsugakudo-Park so als kostenloser, ungewöhnlicher Zwischenstopp für Wissbegierige, die sich eingehender mit Japans Yokai-Kultur befassen möchten.
Ein Blick auf den Tetsugakudo-Park mit dem markanten Rokkendai-Turm
Tetsuri-mon, besser bekannt als „Yokai-Tor“
Tanuki-Laterne, inspiriert von den Volkssagen zu diesem schelmischen Tier
Die Bibliothek, bekannt als „Zitadelle des Absoluten“
Ein Bummel durch die Welt der Yokai und der Philosophie
| Adresse | Etage 1F-1, Eisho Building, 1-34-1 Fuda, Chofu-shi, Tokyo |
|---|---|
| URL | Kitaro Chaya (JPN) |
| Adresse | 65 Sumie-cho, Ome-shi, Tokyo |
|---|---|
| URL | Showa Retro Goods Museum (ENG) |
| Adresse | 1-34-28 Matsugaoka, Nakano-ku, Tokyo |
|---|---|
| URL | Tetsugakudo-Park (ENG) |
Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Schließzeiten, Preisen und mehr finden Sie auf der offiziellen Website oder direkt bei der Einrichtung.