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Updated: February 25, 2021

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) zu verhindern, kann es sein, dass bestimmte Einrichtungen in und um Tokyo ihre Betriebstage bzw. Öffnungszeiten ändern. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass einige Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Bitte informieren Sie sich auf den offiziellen Websites der Einrichtungen bzw. Veranstaltungen über die neuesten Informationen und die aktuelle Lage.

Vertiefen Sie sich bei diesen Tempelaufenthalten in die buddhistische Lehre

Japan ist bekannt für seine schönen Tempel und Schreine, manche groß und prachtvoll, andere klein und unscheinbar, die der Besucher oft nur kurz im Vorbeigehen wahrnimmt. Orte, an denen Priester ungewohnte Roben tragen und Sutras oder Gebete rezitieren, mögen Ihnen vielleicht etwas schwer verständlich erscheinen. Es gibt jedoch eine großartige Möglichkeit, sich mit solchen heiligen Orten besser vertraut zu machen: die einzigartige Erfahrung, in einer Shukubo zu übernachten.
Shukubo sind Unterkünfte bei Tempeln und Schreinen, die ursprünglich dazu dienten, Pilger auf ihrem Weg zu heiligen Stätten zu beherbergen. Heutzutage heißen einige von diesen Pilgerklausen auch normale Gäste willkommen und ermöglichen ihnen Einblicke in das Leben an diesen spirituellen Orten. Vielleicht erhält man dabei auch die Gelegenheit, eine buddhistische Übung auszuprobieren, wie z.B. die Wasserfall-Meditation, bei der man sich unter einen Wasserfall eiskalten Wassers stellt, um Geist und Körper zu reinigen, oder Shakyo, das Abschreiben eines buddhistischen Sutra von Hand. Die Unterkünfte sind in der Regel traditionell japanisch eingerichtet, mit Tatamiböden, Futons und gemeinsamen Sanitäranlagen. Vor allem in Tempeln werden oft vegetarische Mahlzeiten mit einfachen, gesunden Zutaten serviert.
Wenn man an Tempelaufenthalte denkt, kommt einem wohl sofort Koyasan in den Bergen der Präfektur Wakayama in den Sinn, aber auch in Tokyo kann man Shukubo erleben!

Tipps

  • Tragen Sie bequeme Kleidung, denn Sie müssen mit gekreuzten Beinen auf dem Boden sitzen.
  • Die Ausstattung ist in der Regel schlichter als in Hotels, also bringen Sie Komfortartikel mit und auch warme Kleidung, falls Ihr Aufenthalt auf die kälteren Monate fällt.
  • Erkundigen Sie sich im Voraus, was in der Shukubo angeboten wird – einige bieten am Nachmittag Meditation und andere Aktivitäten an, an denen Sie teilnehmen können, wenn Sie früh genug eintreffen.
  • Abendessen und Frühstück werden bei Tempelaufenthalten oft zu festen Zeiten serviert, planen Sie Ihre Reise also dementsprechend und bringen Sie sich Snacks mit, wenn Sie denken, dass Sie zwischendurch hungrig werden könnten.

Shukubo Seizan-so, Ome-shi

Seizan-so liegt versteckt in den Bergen des Chichibu-Tama-Kai-Nationalparks im Westen von Tokyo. Der letzte Teil des Aufstiegs erfolgt per Seilbahn. Die Unterkunft ist eine der Shukubo auf dem Weg zum Musashi-Mitake-Schrein. Dieser Schrein zieht seit Jahrhunderten Pilger an und ist nach wie vor sowohl bei Gläubigen als auch bei Touristen beliebt. Seizan-so liegt wunderschön in der Nähe vieler Wanderwege, und das Gebäude selbst – komplett mit Strohdach – ist ein großartiges Beispiel für traditionelle japanische Architektur. Hier können Sie ein Programm mit Wasserfallmeditation und sogar ein Fastenprogramm ohne Mahlzeiten buchen. Je nach Jahreszeit werden Wasserfall-Meditationsausflüge zu den Ayahiro-Fällen oder den Nanayo-Fällen unternommen. Denken Sie daran, bequeme Schuhe und ein Badetuch mitzubringen. Nach dem Frühstück und Abendessen können Sie an Atem- und Meditationsübungen teilnehmen, gefolgt von einer Heilungssitzung mit Kristallschalen, um Ihren Geist und Körper wieder in Einklang zu bringen. Am Abend können Sie eine musikalische Darbietung mit der Sho (ein Bambusblasinstrument) genießen. Der Klang dieser Mundorgel soll die Seele besänftigen.

Shukubo Seizan-so
43 Mitakesan, Ome-shi, Tokyo

Shukubo Kaminoya Sanraku-so, Ome-shi

Kaminoya Sanraku-so ist eine Shukubo, die vom Kannushi – dem Oberpriester des Musashi-Mitake-Schreins – geführt wird. Sie wird auch als Ryokan (traditioneller Gasthof) betrieben, so dass Sie wählen können, ob Sie nur übernachten und ausspannen oder ob Sie sich an den Schrein-Aktivitäten beteiligen möchten. Falls Sie sich für Letzteres entscheiden, können Sie an der morgendlichen Andacht teilnehmen, die von einem Shinto-Priester in 18. Generation geleitet wird, und erhalten eine handgeschriebene, kolorierte Gebetskarte, auf der philosophische Lehren stehen. Am Musashi-Mitake-Schrein beten die Menschen für alles Mögliche, von Geschäftserfolg und Verkehrssicherheit bis hin zu schneller Genesung nach einer Krankheit. Die Wasserfall-Meditationsausflüge beginnen in der Regel sehr früh, etwa um 5 Uhr morgens. Die Kleidung, die Sie unter den Wasserfällen tragen werden, können Sie mieten: einen Lendenschurz für Männer oder einen Kimono für Frauen. Für Gäste, die sich ein bisschen Luxus gönnen möchten, werden üppige, mehrgängige Mahlzeiten aus natürlichen Zutaten und Bio-Gemüse zubereitet, die direkt von Vertragsfarmen bezogen werden. Zum Abschluss des Tages können Sie sich dann in einem Heilbad mit Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten der Shukubo entspannen.

Shukubo Kaminoya Sanraku-so
108 Mitakesan, Ome-shi, Tokyo

Tempel-Hotel Shoden-ji, Minato-ku

Buddhistisches Leben mit modernem Touch können Sie im Herzen von Tokyo kennenlernen, wenn Sie eine oder zwei Nächte im Tempel-Hotel Shoden-ji verbringen. Die Unterkunft wurde 2019 in einem zweistöckigen Gebäude eröffnet, das vor einigen Jahren neben der Haupthalle des Shoden-ji-Tempels errichtet wurde. Die Shukubo liegt zwischen den Bahnhöfen Hamamatsucho und Tamachi an der Yamanote-Linie und bietet eine hervorragende Anbindung an das gesamte Stadtgebiet – und auch zum Flughafen Haneda. Die Zimmer kombinieren traditionelle japanische Elemente – Tatamiböden und Zabuton (Sitzkissen) – mit elegantem und subtilem modernen Design, wodurch schlichte und zugleich komfortable Räumlichkeiten entstehen. Neben Shakyo, einer Übung, bei der Sutren abgeschrieben werden, können Sie sich während Ihres Aufenthaltes auch an der Herstellung von Amuletten und Gebetsperlen versuchen.
Der Tempel hat eine etwa 400 Jahre alte Geschichte und es heißt, er werde von Bishamonten, einer der sieben Glücksgottheiten, bewacht. Bishamonten ist eine wichtige Figur im Buddhismus – Sie sind hier also in sicheren Händen!

Tempel-Hotel Shoden-ji
1-12-12 Shiba, Minato-ku, Tokyo

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