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Updated: November 25, 2020

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) zu verhindern, kann es sein, dass bestimmte Einrichtungen in und um Tokyo ihre Betriebstage bzw. Öffnungszeiten ändern. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass einige Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Bitte informieren Sie sich auf den offiziellen Websites der Einrichtungen bzw. Veranstaltungen über die neuesten Informationen und die aktuelle Lage.

Das japanische Wort „izakaya“ (居酒屋) setzt sich aus drei Kanji-Schriftzeichen zusammen, die der Reihe nach „aufhalten – Getränk – Ort“ bedeuten. Ein Ort also, an dem man sich ein Getränk bestellt und es sich für eine Weile gemütlich machen kann. Klingt doch eigentlich ganz gut!

Was ist eine Izakaya?

Von kleinen Einzelbetrieben bis hin zu großen Ketten – Izakaya sind in Japan allgegenwärtig. Es sind Orte, wo Menschen zusammenkommen, um sich mit Kollegen und Freunden zu entspannen. In einer Izakaya, die eher einer Tapas-Bar oder einem Gastropub als einer gewöhnlichen Kneipe ähnelt, kann man zwischen Bier, Whisky, Sake und einer Vielzahl japanischer (und nicht so japanischer) Speisen wählen.

Einige Izakaya sehen wie Bars oder Kneipen aus, andere eher wie Restaurants. Bei einigen sind die Tische niedrig, und man sitzt auf einem Kissen oder auf einem niedrigen Stuhl auf dem Boden, während andere Stühle und Tische im westlichen Stil aufweisen. Möglicherweise werden Sie gebeten, Ihre Schuhe vor dem Betreten auszuziehen, wobei Sie Ihre Schuhe üblicherweise in einem Fach am Eingang oder an einem dafür vorgesehenen Platz in der Nähe Ihres Tisches aufbewahren werden.

Bei größeren Izakaya-Ketten kann die Bestellung über elektronische Tablets erfolgen. Die Speisekarten kleinerer Lokale sind in der Regel nur in japanischer Sprache verfasst, einige sind vollständig handgeschrieben. Lassen Sie sich davon jedoch nicht abschrecken. Aufgrund der entspannten Atmosphäre und des reichlich fließenden Alkohols werden Sie sich vielleicht schon bald mit Ihren Tischnachbarn anfreunden, die eine unschätzbare Quelle für Informationen und Anregungen sein können.

Am Ende des Abends sagen Sie „okaikei onegaishimasu“ oder Sie überkreuzen Ihre Zeigefinger zu einem X, und schon wird Ihnen die Rechnung an den Tisch gebracht. Dabei handelt sich fast nie um eine detaillierte Auflistung, seien Sie also darauf vorbereitet, die Rechnung unter Ihrer Gruppe gleichmäßig aufzuteilen. Wie in allen anderen Restaurants in Japan ist Trinkgeld nicht üblich.

Typische Öffnungszeiten einer Izakaya beginnen um 17:00 oder 18:00 Uhr. Viele schließen um 23:00 Uhr oder Mitternacht, etwa um die Zeit, zu der die letzten Züge in Tokyo nach Hause fahren, während einige bis in die frühen Morgenstunden geöffnet bleiben.

Innenraum einer Izakaya

Anstoßen in einer Izakaya

Was steht auf der typischen Speisekarte einer Izakaya?

Die typische Speisekarte einer Izakaya bietet schmackhaftes, unkompliziertes Essen sowie Getränke. Das Speisenangebot besteht hauptsächlich aus kleineren Gerichten, die man miteinander teilen kann und die nicht zu sättigend sind. Bier, Whisky, Sake und einfache Cocktails machen den Großteil der Getränkekarte aus. Die Preise sind in der Regel recht günstig, so dass Sie eine Vielzahl von Speisen probieren können, ohne den Geldbeutel übermäßig zu belasten.

Essen

Das Essen in einem Izakaya ist eher klassische, einfache Kost, die die breite Masse anspricht. Es erwarten Sie Yakitori (gegrillte Hähnchenspieße) und andere gegrillte Fleisch- und Fischgerichte, Karaage (frittiertes Hühnerfleisch), Edamame, eingelegtes Gemüse und wahrscheinlich auch einige westliche Snacks wie Pommes Frites, Kartoffelsalat und Pizza. In größeren Izakaya gibt es auch andere japanische Klassiker wie Sushi und Ramen (in kleineren Izakaya nicht so häufig der Fall).

Im Wesentlichen ist das Speisenangebot einer Izakaya so beschaffen, dass es gut zum Trinken passt. Achten Sie darauf, dass Sie genug für alle bestellen, da es sich in der Regel um kleine oder einzelne Portionen handelt. Aber keine Sorge, Sie müssen nicht alles auf einmal bestellen, sondern können zusätzliche Bestellungen aufgeben, wenn Ihnen eine weitere Runde Getränke serviert wird. Und wenn Sie am Ende des Abends immer noch nicht satt sind, dann ordern Sie sich einfach ein paar gegrillte Reisbällchen!

Wenn Sie in einer Izakaya Platz nehmen, bekommen Sie ein Handtuch, um sich die Hände abzuwischen, und ein kleines Gericht, das „Otoshi“ genannt wird. Diese Vorspeise ist in einer Sitzplatzgebühr („Otoshidai“) enthalten und variiert von gedünstetem Gemüse bis hin zu frischem Fisch. Seien Sie unvoreingenommen und probieren Sie es einfach!

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Es lässt sich sagen, dass die meisten Izakaya nicht besonders gut auf Veganer/Vegetarier eingestellt sind. In Japan wird alles gegessen. Schauen Sie sich die Speisekarte also gut an oder fragen Sie beim Personal direkt nach, ob der „Salat“, den Sie gerade bestellt haben, nicht etwa mit Käse oder Speck bestreut ist.

Izakaya-Gerichte

Getränke

Erwarten Sie kein Bier aus Kleinstbrauereien oder ausgefallene Cocktails. In der Regel haben Sie die Wahl zwischen Bier (frisch & kalt), Sake, Shochu, Whisky und Wein. Beliebte Mixgetränke sind Whiskey Soda (im Japanischen als „Highball“ bekannt) und „Sours“ (Shochu und Sodawasser mit einer Art Fruchtaroma, ganz ähnlich wie die „Hard Seltzers“, die seit kurzem in einigen westlichen Ländern zunehmend an Beliebtheit gewinnen).

Viele Izakaya bieten am frühen Abend Happy-Hour-Specials an, und viele haben die ganze Nacht hindurch All-you-can-drink-Angebote – zahlen Sie einen Pauschalbetrag, um für eine bestimmte Zeit (in der Regel 1 bis 2 Stunden) eine unbegrenzte Menge an Getränken zu genießen. Wenn Sie keinen Alkohol trinken, kein Problem! So ziemlich jeder Izakaya bietet Tee, Saft und andere alkoholfreie Getränke an.

Eine Anmerkung am Rande: Lange Zeit war das Rauchen in so ziemlich allen Bars und Izakaya in Japan erlaubt, aber für April 2020 ist eine große Veränderung geplant. Das Rauchen wird dann in fast allen Bars und Restaurants stark eingeschränkt und nur noch in separaten, ausgewiesenen Raucherräumen erlaubt sein. Vermutlich bedeutet dies, dass kleine Izakaya, die aus nur einem Raum bestehen, komplett zur Nichtraucherzone erklärt werden müssen, aber es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Allerdings haben viele Restaurants in Tokyo bereits getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche, wobei die Trennung zwischen diesen beiden Bereichen jedoch recht fadenscheinig sein kann. In jedem Fall ist dieses neue Gesetz wohl eine schlechte Nachricht für Raucher, aber wenn Sie sich nicht gerne in der Nähe von Zigarettenrauch aufhalten, sollte der Aufenthalt in einer Izakaya in Tokyo ein angenehmeres Erlebnis werden.

Getränke

Besuchen Sie die Izakaya-Gassen von Tokyo

Yokocho ist die japanische Bezeichnung für „Gasse“, aber inzwischen steht der Begriff für die engen, von roten Laternen gesäumten Straßen, in denen sich Izakaya und Bars aneinanderdrängen. Hier können Sie einen Eindruck von Tokyo gewinnen, der die Stadt von ihrer eher unpolierten und authentischen Seite zeigt, und Sie haben die Gelegenheit, bei einem Drink in Kontakt mit den Einheimischen zu kommen.

Traditionell werden die Eingänge von Izakaya in einer Yokocho mit roten oder weißen Laternen gekennzeichnet, auf denen der Name des Lokals in kalligrafischen Schriftzeichen geschrieben steht. Noren, oder Stoffvorhänge, markieren den Eingang. Die Innenräume sind in der Regel recht eng, manche bieten weniger als 10 Personen gleichzeitig Platz. Möglicherweise gibt es nur Sitzgelegenheiten am Tresen, und vielleicht nicht einmal das – Tachinomi (Stehbars) sind ebenfalls recht häufig. Es ist eine nette, gemütliche Erfahrung – die Gäste sitzen Schulter an Schulter und plaudern fröhlich miteinander. (Achten Sie aber darauf, nicht mit einer zu großen Gruppe zu kommen, sonst passen Sie nicht rein!)

Die besten Yokocho in Tokyo findet man dort, wo man sie erwartet – in Gegenden mit vielen Menschen und in der Nähe von Bürogebäuden, was sie zu einem bequemen Ort macht, an dem man sich mit seinen Kollegen entspannen oder sich vor den Menschenmassen in Sicherheit bringen kann. Viele von ihnen befinden sich in Gehweite von Bahnhöfen in den Geschäftsvierteln und den wichtigsten Stadtteilen, wie im Zentrum von Shinjuku (Omoide Yokocho & Golden Gai) und Shibuya, in Ebisu (Ebisu Yokocho) im Süden, in Shimbashi im Osten und in Ueno (Ameyoko) im Nordosten der Metropole.

Omoide Yokocho
Ebisu Yokocho
Ameyoko

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