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Updated: April 2, 2018

Tokyos versteckte Seitenstraßen bieten authentische Einblicke in die einheimische Trinkkultur

Eigentlich bedeutet Yokocho auf Japanisch nur „Gasse“, aber inzwischen bezieht es sich auch auf die mit Izakaya, Bars und Restaurants vollgepackten engen Gassen, die sich in der Nähe von Japans belebten Straßen verbergen. Kommen Sie hierher, um eine rauere, authentischere Seite von Tokyo zu genießen und den Einheimischen mit einem „Kanpai!“ zuzuprosten.

Tipps

  • Vermeiden Sie es, in großen Gruppen unterwegs zu sein, da viele Izakaya sehr klein sind
  • Beachten Sie, dass einige Bars Geld für das Gedeck verlangen und Ihnen anstelle einer Sitzplatzgebühr eine kleine Vorspeise servieren
  • Izakaya servieren kleine Gerichte, bestellen Sie also mehrere davon und genießen Sie eine Vielzahl von lokalen Spezialitäten

So finden Sie die besten Kneipen in Tokyo

Tokyos beste Yokocho findet man dort, wo man es erwartet – in Gebieten mit vielen Menschen und in der Nähe von Bürogebäuden. Das macht sie zu einem bequemen Ort, um mit Kollegen auszuspannen oder den Menschenmassen zu entkommen. Die meisten befinden sich in den Geschäftsvierteln und den wichtigsten Stadtvierteln der Stadt, wie etwa Shinjuku und Shibuya im Zentrum, Ebisu im Süden und Shimbashi im Osten. Innerhalb dieser Gebiete sind sie in der Regel von den größeren Bahnhöfen zu Fuß erreichbar.

Wählen Sie mit Bedacht

In den Yokocho gibt es hauptsächlich Izakaya – Orte, an denen man nach Herzenslust essen und trinken kann. Falls Sie auf der Suche nach einer teuren 5-Sterne-Mahlzeit sind, schauen Sie sich besser woanders um – wie Sie vielleicht schon vermuten, sind diese Gassen vollgepackt mit erschwinglichen, einfachen und ungezwungenen Lokalen. Hier können Sie saisonale Spezialitäten nach Hausmannsart probieren, die den Geldbeutel nicht übermäßig belasten.

Die Eingänge zu den Izakaya sind mit roten oder weißen Laternen markiert, auf denen der Name des Restaurants in kalligrafischen Schriftzeichen geschrieben steht. Über der Eingangstür hängt ein Noren (Stoffvorhang). Die Innenräume sind in der Regel recht eng, manche können nicht mehr als 10 Gäste gleichzeitig bedienen. Oftmals gibt es nur Thekensitzplätze, und in einigen nicht einmal das – Tachinomi (Stehbars) sind ebenfalls recht verbreitet.

Erfahren Sie mehr

Sobald Sie sich hingesetzt haben, erhalten Sie ein Oshibori (Handtuch), mit dem Sie Ihre Hände abwischen können, entweder ist es kalt und in Plastik versiegelt oder es wird Ihnen heiß überreicht. Wahrscheinlich wird Ihnen dann eine kleine Vorspeise (Otoshi) serviert, für die eine geringe Gebühr anfällt. Bestellen Sie zuerst ein Getränk von der Speisekarte, nach der Sie allerdings möglicherweise erst suchen müssen – oft wird die Speisekarte von Hand auf Zettel geschrieben, die an den Wänden des Restaurants aufgehängt sind. Die Speisekarte wird wahrscheinlich nur auf Japanisch sein, besonders in einer Yokocho, die bei Einheimischen beliebter ist als bei Touristen. Erwarten Sie hier keine ausgefallenen Cocktails. Sie haben die Wahl zwischen den japanischen Standardgetränken: Fassbier, japanischer Sake, Shochu (typischerweise stärker als Sake, entweder aus Süßkartoffeln, Gerste oder Reis destilliert), Chuhai (aromatisierter Shochu) und Sours.

Im Gegensatz zu westlichen Kneipen servieren Izakaya kleine Gerichte, die nicht zu sättigend sind, so dass Sie viele verschiedene Speisen bestellen können, die weder Ihre Brieftasche noch Ihren Magen belasten. Es ist üblich, mit Sashimi zu beginnen und sich dann mit gegrilltem Fleisch, Fisch oder saisonalem Gemüse zu verwöhnen.

Izakaya sind im Allgemeinen tagsüber nicht geöffnet, da sie insbesondere bei Feierabendgästen beliebt sind. Viele von ihnen schließen um Mitternacht, wobei die letzte Bestellung 30 Minuten bis eine Stunde vor Schließung erfolgt. Achten Sie darauf, dass Sie beim Begleichen der Rechnung kein Trinkgeld geben, diese wird übrigens an einer Kasse an der Tür und nicht am Tisch bezahlt. Beachten Sie auch, dass Rauchen und Trinken draußen auf der Straße verboten ist.

Tokyos beste Yokocho

Die Golden Gai, die sich aus 7 Gassen in Shinjuku zusammensetzt, besteht aus mehr als 270 verschiedenen Etablissements, die sich dem nächtlichen Trinken und Essen verschrieben haben. Bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt, finden Sie hier eine Bar für jeden Geschmack, von stilvollen Weinbars bis hin zu nicht sehr gastfreundlich wirkenden Spelunken.

Die Shibuya Nonbei Yokocho, das heißt grob übersetzt „Säufergasse“, entstand in den frühen 1950er Jahren. Sie ist günstig gelegen, direkt neben dem Bahnhof von Shibuya, und für ihre Yakitori-Läden bekannt, aber es gibt hier eine große Auswahl an Izakaya und Bars, einige so winzig, dass nur 4 oder 5 Personen hineinpassen.

Ebisu Yokocho ist eine der besten Gegenden für Feinschmecker in Tokyo – sie ist bekannt für ihr umfangreiches Angebot an köstlicher Küche. Die meisten Lokale sind die ganze Nacht über geöffnet, also ist sie ein idealer Ort, wenn Sie nach einem nächtlichen Ausflug noch Lust auf ein paar Leckereien haben.

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