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Updated: September 30, 2020

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Edo ist der frühere Name für die Stadt Tokyo, und die Edo-Zeit bezieht sich auf eine faszinierende Epoche in der japanischen Geschichte zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert.
Alles begann 1603. Nach einer langen Zeit des Bürgerkriegs übernahm Tokugawa Ieyasu die Kontrolle über Japan und gründete das Tokugawa-Shogunat, das von der Stadt Edo aus regierte. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr das Land Frieden, wirtschaftliches Wachstum und eine explosionsartige Entwicklung von Kunst und Kultur. Eine Vielzahl von Traditionen und Kunstformen, die Menschen auf der ganzen Welt mit Japan verbinden, entstanden in dieser Zeit.
Später wurde daraus Tokyo, die Hauptstadt Japans, und sie wuchs zu der gigantischen modernen Metropole heran, die wir heute kennen. Aber die Geschichte von Edo ist nicht spurlos verschwunden. In bestimmten Stadtvierteln, Parks und Museen kann man noch immer einen Blick auf diese vergangene Zeit werfen.

Tipps

  • Nihombashi ist ein großartiger Ort, um traditionelles Kunsthandwerk zu erwerben.
  • Genießen Sie ein Getränk in einem Teehaus im Rikugien.
  • Erkunden Sie das Fukagawa-Edo-Museum des Stadtbezirks Koto, wo Sie Nachbildungen eines Nudelkarrens und eines Feuerwachturms finden.
  • Vergessen Sie nicht, Ihre Schuhe auszuziehen, wenn Sie ein Haus des Edo-Tokyo-Freilicht-Architekturmuseums betreten.

Nihombashi

Die Nihombashi-Brücke wurde erstmals 1603 errichtet, im selben Jahr, in dem das Tokugawa-Shogunat begründet wurde. Dieses wegweisende Wahrzeichen von Edo war der Ausgangspunkt der fünf Hauptverkehrsstraßen, die Edo mit Kyoto und anderen wichtigen Orten im ganzen Land verbanden. Heute ist es der „Kilometernullpunkt“, der Punkt, von dem aus alle Entfernungen zwischen Tokyo und anderen Orten gemessen werden.
Das Gebiet um die Brücke herum bildete ursprünglich das Stadtzentrum von Edo. Es war ein Umschlagplatz für den Handel mit Lebensmitteln, Kleidung und mehr. Auch im 21. Jahrhundert bewahrt das Viertel diese Identität mit einer Mischung aus hoch aufragenden Kaufhäusern und selbständigen Einzelhandelsgeschäften, die sich in den Nebenstraßen verstecken. Das moderne Nihombashi ist eine faszinierende Mischung aus Alt und Neu, mit Retro-Schreinen, die neben glitzernder Gegenwartsarchitektur stehen. Schon ein kurzer Spaziergang durch das Viertel vermittelt eine Vorstellung von der Vergangenheit Tokyos.

Rikugien-Gärten

Rikugien vermittelt eine andere Sicht auf die Edo-Zeit, fernab vom hektischen Treiben im Stadtzentrum. Es handelt sich um einen Landschaftsgarten, der 1695 von einem hochrangigen Aristokraten entworfen wurde. In seinem Zentrum befinden sich ein künstlich angelegter Hügel und Teich, umgeben von einem Netzwerk verschlungener Wege. Bestimmte Stellen sind so gestaltet, dass sie Gedichte darstellen – der Name „Rikugien“ hat Verbindungen zur klassischen japanischen Poesie. Diese Orte, jeweils durch eine Steinmarkierung gekennzeichnet, sind perfekte Instagram-Spots.
Am schönsten sieht der Garten wohl im Frühling aus, wenn die Kirschbäume blühen, oder im Herbst, wenn sich die Ahorn- und Zelkoven-Blätter in ein feuriges Rot verfärben. Während dieser Jahreszeiten hat der Rikugien verlängerte Öffnungszeiten und wird beleuchtet, was für eine atemberaubende Abendstimmung sorgt.

Koto-Stadt Fukagawa Edo-Museum

Im Stadtbezirk Koto im Osten von Tokyo befindet sich ein Museum, das die Vergangenheit so zu rekonstruieren versucht, wie sie tatsächlich war. Hier finden Sie eine lebensgroße Nachbildung einer Tokioter Straße aus den letzten Jahren der Edo-Zeit, die Sie durchwandern und erkunden können. Die Beleuchtung ändert sich je nach Tageszeit, und Soundeffekte ahmen die Stimmen der Bewohner und die Geräuschkulisse der Jahreszeiten nach. Es ist ein unglaublich eindringliches Erlebnis.
Im Rastbereich können Sie sich Videos über den Bau des Museums ansehen. Es wurde mit den gleichen Techniken errichtet, die auch in früheren Jahrhunderten verwendet worden wären. Jedes Detail basiert auf sorgfältigen Recherchen, so dass es keine bessere Möglichkeit gibt, etwas über die Menschen der Edo-Zeit, die Häuser, in denen sie lebten, und die von ihnen gekauften Waren zu erfahren.
Der Eintrittspreis ist mit 400 Yen äußerst günstig, und oft stehen Freiwillige bereit, um Führungen in englischer Sprache anzubieten.

Edo-Tokyo-Freilicht-Architekturmuseum

Das Edo-Tokyo-Freilicht-Architekturmuseum, das 1993 von der Tokioter Stadtregierung gegründet wurde, ist ein Freilichtmuseum, das ganze Gebäude ausstellt, die in den weitläufigen Park verlegt oder darin rekonstruiert wurden.
Die ausgestellte Retro-Architektur umfasst elegante Wohnhäuser, Bauernhöfe und Läden. Die Gebäude stammen nicht ausschließlich aus der Edo-Zeit, sondern decken ein breites Spektrum der japanischen Geschichte bis ins 20. Jahrhundert ab.
Es gibt drei Zonen: West, Zentral und Ost. In der Westzone ist eine breite Palette von Wohnhäusern zu sehen. Die Zentralzone verfügt über ein Besucherzentrum, das in einem ehemaligen Palast untergebracht ist. Und in der Ostzone gibt es viele Geschäftsgebäude, darunter eine Bar, eine Schneiderei und ein Lebensmittelgeschäft.
In einigen der Bauten erwarten Sie Restaurants oder Cafés, wo Sie einen Hauch von Geschichte erleben können, und ein Souvenirladen verkauft klassisches Spielzeug und andere Andenken.